Ein Burnout-Gefährdeter, der immer gleichgültiger reagiert, weder Rat und Unterstützung bietet, keine emotionale und strategische Rückendeckung gibt, ärgerlich oder zunehmend aggressiv reagiert, immer öfter ausfällt und andere dadurch zusätzlich belastet, kann seine Kollegen in den Burnout mit hineinziehen, obwohl er genau das ganz eindeutig nicht möchte.
Veränderungen wie der Wechsel der Arbeitssituation, des Vorgesetzten, der Arbeitsstelle oder in der Struktur einer Organisation sind häufig Auslöser für das Burnout-Syndrom und dieses kann deshalb auch schon bei Berufsanfängern oder recht jungen Menschen entstehen.Die Arbeitsbelastung stellt eine weitere Einflussgröße dar. Eine konfliktreiche Rolle und zeitliche oder organisatorische Unmöglichkeit, mit der Klientel befriedigend zu arbeiten sowie zeitraubende sinnlose Verwaltungsarbeit fördern Burnout.
Geringe intellektuelle Anregung beeinflusst das Burnout-Risiko. Je mehr der Alltag von immer gleicher Routine ohne Herausforderungen bestimmt ist, desto höher ist das Burnout-Risiko.
Burnout wird begünstigt durch zu sachlichen, zu einseitigen und zu unpersönlichen Kundenkontakt und mangelnde Möglichkeiten, sich selbst in die Arbeit einzubringen oder eigene Entscheidungen zu treffen.
Die Burnout-Gefährdung erhöht sich, wenn die Ziele und Erfolgskriterien bei der Arbeit nicht klar definiert sind, wenn das Team nicht die gleichen Ziele verfolgt oder wenn man Ziele verfolgen muss, die gegen die eigenen Wertvorstellungen verstoßen.
Vorgesetzte können Burnout durch „schlechten“ Kontakt zum Mitarbeiter begünstigen, wenn zu wenig Rückmeldung, Lob und Anerkennung übermittelt werden oder ständig nur kritisiert wird. Auch zu starke Kontrolle und schlechtes Arbeitsklima steigern die Burnout-Gefahr.
Irrglauben, die durch Ausbildung und Massenmedien vermittelt werden, z.B. dass der Berufsstatus bereits Kompetenz garantiere und die hohe Erfolgsraten; dass Klienten grundsätzlich kooperativ und dankbar seien, Kollegen hilfsbereit und solidarisch wären, fördern, wenn man damit nicht umgehen kann die Burnout-Gefahr.
Gefährliche Umweltfaktoren sind z.B. private Probleme in Familie oder Partnerschaft, Einsamkeit oder ein schwaches soziales Umfeld. In großen Organisationen kommen noch spezielle Faktoren wie z. B. zu wenig Autonomie und eigene Entscheidungsfreiheit in der Arbeit sowie Rollenkonflikte dazu. Hier ist die Gefahr größer, dass mehrere Menschen die gleichen Aufgaben erledigen, dass Unübersichtlichkeit herrscht und man Aufgaben übernehmen muss, für die man nicht ausgebildet ist.
Objektive Belastungsfaktoren, Stress
Massive körperliche und einseitige Belastung, häufiger starker Wechsel von Umgebungstemperaturen ohne Schutzkleidung, starke oder gesundheitsschädliche Beschallung, wechselnde tägliche Arbeitszeiten (Schaukeldienste) und häufige oder lang anhaltende Nachtdienste können ebenfalls zum Burnout beitragen.
Belastbarere Mitarbeitende werden vermehrt Überstunden oder besonders belastenden Arbeitsbedingungen ausgesetzt. Deren Selbstüberforderung wird durch die Vorgesetzten nicht erkannt. Auch der Druck von Vorgesetzten ist zu erwähnen, Überstunden z. B. zur Erreichung von Arbeitszielen zu leisten. Man kann durchaus mit starken Belastungen gut umgehen, wenn sie vorübergehend sind und ausreichende Erholungsphasen möglich sind. Sonst ist danach mit einem Zusammenbruch des gesamten Organismus und seiner Abwehrfunktionen zu rechnen.
Lernen Sie jedoch in kleinen machbaren Schritten, selbst für die notwendige Psychohygiene zu sorgen, kann Ihnen auch das Arbeitsumfeld bald weniger anhaben. Schon so manch ein Coachee kam völlig ausgebrannt an und schon in relativ kurzer Zeit veränderten sich das Arbeitsumfeld wie die innere Haltung dazu grundlegend. Sehen hierzu auch einen Videobericht.
Feedbacks
Danke nach 3 Jahren Powernaps...Vielen Dank nochmals für die 3 Jahre Powernapping. Ich habe jede Session mit Ihnen genossen und war danach so entspannt, dass mich jeglicher Stress nicht mehr außer Takt bringen konnte, wie es vorher der Fall war. A.K. BASF Ludwigshafen November 2011 |




