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Gesellschaftliche Ursachen für Burnout

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Der Zerfall vieler früher selbstverständlicher Bindungen bewirkt wachsende Anonymität und Unpersönlichkeit. Das fördert eine selbstbezogene und egoistische Charakterstruktur mit Angst vor Abhängigkeit, innerlicher Leere und Problemen bei tiefen persönlichen Bindungen. Die Arbeit wird umso höher als Befriedigungsquelle mit Erwartungen besetzt. Folglich sind die Menschen nicht mehr bereit, Arbeitsbedingungen zu akzeptieren, die nicht optimal sind und weniger befriedigen.

Eine weitere Ursache liegt im Wertewandel, insbesondere in der Einstellung zur Religion. Die hatte früher größeren Einfluss und stellte die Wechselfälle des Lebens oft eher als göttliche Fügung dar. Individuelle menschliche Entscheidungen haben heute Vorrang vor dem Einfluss höherer Mächte, was Unzufriedenheit und damit Burnout fördert.

 

Darüber hinaus wirkt in ungünstiger Arbeitsmarktlage drohende oder sogar auch vorhandene, etwa unlösbare Arbeitslosigkeit mit. Auch in helfenden Berufen Tätige bleiben aus Angst eher an Stellen mit schlechten Arbeitsbedingungen. Das macht unzufrieden und erleichtert das „Ausbrennen“.

Die unsichere Marktlage, in der eine sichere Lebensplanung entfällt, verunsichert stark. Die wachsende Komplexität aller Prozesse des modernen Lebens sorgt tendenziell für Autonomieeinbußen und Stress, da der Mensch immer mehr auf Maschinen und Spezialisten angewiesen ist. Man wird mehr auf bestimmte Rollen festgelegt, kann nur noch Teilbereiche des Lebens bestimmen und bewältigen, ist oft damit überfordert.

Die Spezialisierung innerhalb der helfenden Berufe stellt gesellschaftlich hohe Erwartungen an sie. Als bürokratisch empfundene Kontrollsysteme mit als irrelevant empfundenen Erfolgskriterien können aus Sicht der Betroffenen sinnvolle Arbeit erschweren.

Doch lassen Sie sich hiervon nicht demotivieren, es sind weit mehr Menschen nicht ausgebrannt, die mit all diesen Stressoren ebenso wie Sie leben lernen müssen, und auch SIE können es wieder schaffen! Es ist meist nicht so schwer wie es erst scheint.

 

Feedbacks

Danke nach 2 Jahren

Eigentlich wollte ich schon lange ein Feetback geben, wie es mir so geht: ... die Zeit mit Ihnen, Yoga und "The Work" hat mein Leben grundlegend  verändert. Immer wenn es stressig wird, frage ich mich, ob ich wirlich vorne raus  denken muss um alles zu kontrollieren, was ich nicht kontrollieren kann und schon geht es mir wieder besser. Schreiben muss ich nur noch in Ausnahmesituationen ... Langweilig ist es seitdem nicht mehr in meinem Leben, und es geht mir gut dabei.... ich habe aus den Fehlern, die ich gemacht habe, gelernt und The Work hilft mir und ihm indirekt auch, ohne dass er es merkt, meinem Partner.  Leben ist wieder schön.... keine Depressionen mehr seit ca. 2 Jahren, kein Herzrasen, keine Übelkeit, keine Attacken, egal in welcher Situation.

Was mir wirklich von diesen gemeinsamen Stunden in der Gruppe und der Einzelarbeit geblieben ist, sind so viele Kleinigkeiten, so viele Lebenseinstellungen, die Sie weitergegeben haben, so viele kleine Hinweise, die,. wenn man sie wirklich umsetzt, sooo hilfreich sind im Leben.

Danke! Annett S., Neustadt Sept. 2011